Kategorie: Labkraut
Zum gesuchten Begriff wurden folgende Beiträge gefunden:

Ausgezeichnet mit dem
steirischen Renaturierungspreis 2024
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Geschichten vom Labkraut: Vom Schönreden und Einfachmachen
„Und,“ fragte Labkraut, „was ist dir denn jetzt für eine Laus über die Leber gelaufen?“ Der kleine Kobold hatte mit seinen feinen Antennen gleich gemerkt, dass ich schlechte Laune mit mir herumtrug. „Man wirft mir vor, alles schön zu reden,“ grummelte ich. „Tust du das denn?“, fragte Labkraut. „Natürlich tu ich das!“, erwiderte ich aufgebracht.
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Geschichten vom Labkraut: Gärtnerschmerzen und Ungeduld
„Und,“ grinste Labkraut, „hast du dich schon erholt vom letzten Wochenende?“ Natürlich wusste der kleine Quälgeist genau, dass ich mich noch längst nicht erholt hatte. Schließlich hatte er mir das ganze Wochenende beim Schuften zugesehen: Grasnarbe abstechen, Erde auflockern, Pflanzen platzieren, Pflanzen neu und anders platzieren, Pflanzen einsetzen … und dann nochmal einsetzen, weil die
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Geschichten vom Labkraut: Macht euch die Erde untertan
„Und,“ fragte Labkraut, „hast du schon die ersten Samen in die Erde gebracht?“ „Selbstverständlich,“ antwortete ich. „Chili, Kraut, Lauch und Salat keimen schon. Schließlich geht nichts über den Geschmack von selbst gezogenem Gemüse!“ „Oh, es ist noch viel mehr.“ Labkraut setzte seinen Schulmeister-Blick auf und ich wusste: jetzt kam eine Lektion. Ich stellte meine Ohren
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Geschichten vom Labkraut: Neujahrsvorsätze einmal anders
„Und,“ fragte Labkraut, „wie siehts aus mit deinen Neujahrsvorsätzen? Alle schon erledigt?“ Der kleine Kobold grinste, wohl wissend, dass meine Vorsätze sich meist schon in den ersten Jännerwochen in Luft auflösten. Doch mit meinem Schlausinn hatte er nicht gerechnet. „Das will ich doch hoffen!“, antwortete ich ernst. „Schließlich hab‘ ich mir dieses Jahr ganz besondere
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Geschichten vom Labkraut: Die Saat des Denkens
„Weißt du,“ begann Labkraut, „bald kommt der Winter.“ Ich zuckte mit den Schultern. Das war jetzt im November keine große Neuigkeit. Der kleine Kobold sah mich aus seinen klugen Augen aufmerksam an. „Ich meine ja nur. Hast du schon alle Samen für das nächste Jahr ausgebracht?“ Ich konnte dem Kobold nicht ganz folgen. „Samen bringe
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Geschichten vom Labkraut: Viel zu tun im Herbst
„Weißt du,“ meinte Labkraut, „es sieht aus, du wärst heute etwas gelangweilt.“ Das kleine Kerlchen sah mich prüfend an. Ich lag ohne eine Regung auf der Couch und genoss das Regenwetter. Die Couch stand nicht etwa im Wohnzimmer, sondern draußen auf der überdachten Terrasse. Den Regen konnte man so nicht nur hören, sondern auch riechen
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Geschichten vom Labkraut: Von Blumen und Beeten
„Weißt du,“ sinnierte Labkraut, „ihr Menschen seid wie dieses Blumenbeet.“ Ich genoss die letzte sommerliche Wärme im Liegestuhl und blickte über die herbstliche Farbenpracht. Eine Blüte schöner als die andere: Astern, Sonnenhut, Herbstanemonen. Der Kobold las wieder einmal meine Gedanken. „Du siehst die einzelnen Blumen,“ stellte er fest. „Ich sehe das ganze Beet.“ „Wie meinst
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Geschichten vom Labkraut: Gedankenschnelligkeit
„Weißt du,“ begann Labkraut, „ihr Menschen denkt so langsam.“ „He, das ist nicht nett,“ antwortete ich beleidigt. „Wie kommst du darauf?“ „Ihr neigt dazu, eure Gedanken in Worte fassen zu müssen. Und wenn ihr jemandem eure Gedanken mitteilen wollt, dann müsst ihr sie wieder in Worte fassen und hoffen, dass für euer Gegenüber die Worte,
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Geschichten vom Labkraut: Eine Frage des Geldes
„Weißt du,“ sinnierte Labkraut, „ihr Menschen baut eure Häuser ganz eng nebeneinander, ihr schlichtet eure Wohnungen wie Schuhkartons übereinander …“ Labkraut schüttelte sich. „Die Grundstücke zwischen euren Häusern lassen kaum Platz für einen einzelnen Baum, geschweige denn für einen ganzen Garten! Wovon wollt ihr leben?“ „Ach Labkraut,“ versuchte ich ihn zu beruhigen, „Es gibt genug
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Geschichten vom Labkraut: Der ganz normale Wahnsinn
„Weißt du,“ begann Labkraut, „ich versteh das nicht.“ „Was meinst du?“, fragte ich. „Was der da drüben macht,“ erklärte der Kobold. „Er geht hinter diesem stinkenden und lärmenden Ding her, Woche für Woche, immer auf und ab. Das macht mir Sorgen. Er muss irgendwie krank sein.“ Lachend antwortete ich: „Er mäht seinen Rasen. Das ist










