„Und,“ fragte Labkraut, „hast du schon die ersten Samen in die Erde gebracht?“
„Selbstverständlich,“ antwortete ich. „Chili, Kraut, Lauch und Salat keimen schon. Schließlich geht nichts über den Geschmack von selbst gezogenem Gemüse!“
„Oh, es ist noch viel mehr.“ Labkraut setzte seinen Schulmeister-Blick auf und ich wusste: jetzt kam eine Lektion. Ich stellte meine Ohren auf Empfang.
„Dein Garten reagiert auf dich. Wenn du im Garten bist, mit bloßen Händen die Erde berührst oder mit nackten Füßen über die Wiese gehst, verlierst du winzige Hautschüppchen, Schweiß, Haare … Darin liegen Informationen über dich, über deine Gesundheit. Und dein Garten sowie alles, was darin wächst, nimmt diese Informationen auf. Als Folge davon wachsen Pflanzen und Kräuter, die dir guttun. Es wächst Gemüse, das dein Garten ganz auf deine Bedürfnisse abgestimmt hat. Das gilt natürlich für alle, die in deinem Garten leben und regelmäßig zugegen sind. Für euch alle produziert der Garten Nahrung genau so wie ihr sie braucht.“
„Dann reagiert mein Garten also auf meinen Stoffwechsel?“, staunte ich.
„So ist es,“ erwiderte Labkraut.
„Warum tut er das?“, fragte ich. „Ich meine, es ist toll, aber warum tut mein Garten das?“
„Weil alles, was dich umgibt, ein Spiegelbild dessen ist, was du bist,“ verkündete Labkraut. „Und in eurem schlauen Götter-Buch steht‘s ja schon drin: Macht euch die Erde untertan. Genau das ist gemeint damit!“






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