Geschichten vom Labkraut: Unkrautfreie Beete zaubern

Ausgezeichnet mit dem
steirischen Renaturierungspreis 2024

„Sag mal,“ fragte ich Labkraut, „wie zaubert man eigentlich richtig schöne Beete?“

„Kommt drauf an, was du unter einem schönen Beet verstehst,“ antwortete der Kobold diplomatisch.

„Ich wünsch mir Beete, die keine Arbeit machen, abwechslungsreich und harmonisch bepflanzt sind und in jeder Jahreszeit etwas zu bieten haben!“

„Und wieviel Freiheit kannst du aushalten?“

Was war denn das für eine Frage! Labkraut erklärte, was er meinte:

„Ihr habt irgendwann begonnen euch einzubilden, dass es wertvolle, schöne, erhaltenswerte Gartenpflanzen gibt – und die anderen: das Unkraut, das ausgerupft gehört. Doch Pflanzen wachsen von selbst an Standorten, die ihnen entsprechen. Lass sie mal versuchsweise machen! Dann wird dich der Gundermann vielleicht überraschen und dir seine Qualitäten als Bodendecker zeigen, den die Hummeln lieben – und als wunderschöner Rahmen für deine Rosen! Oder du lässt den hartnäckigen Giersch zwischen den Iris hochkommen, deren Rhizome ebenso stur wie der Giersch sind – und deren Blätter und Blüten von denen des Giersch wunderbar ergänzt und eingefasst werden. Lass dich darauf ein, deinem Garten mehr Freiheit zu schenken – und lass dich überraschen, welche Gemälde dabei entstehen!“

„Darf man das?“, fragte ich, und dann hörte ich nur noch den Kobold lachen.

Die Geschichten vom Labkraut erscheinen regelmäßig in der Kikeriki-Zeitung.

Inhalte zu Kräutern und deren Verwendung sind als Anregung gedacht und ersetzen keinesfalls einen Besuch beim Arzt. Verwende nur Kräuter, die du sicher bestimmen kannst. Für die Umsetzung der Rezepte übernimmst du selbst die Verantwortung.

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