„Und,“ fragte Labkraut, „kochst du wieder Schneckentee?“ Grinsend sah der kleine Kobold mir dabei zu, wie ich mit Zange und Eimerchen auf der Pirsch war.
„Bleibt mir wohl nix anders übrig,“ seufzte ich. Die kleinen Schleimer waren heuer wirklich besonders gierig! Sogar die Tomaten hatten sie „mit Butz und Stingel“ abgefressen. Als wirksam hatte sich bisher nur das Absammeln erwiesen – und dann heißes Wasser drauf. Auch wenn mir noch so sehr davor grauste …
„Hast du nicht eine Idee, was ich noch machen könnte?“, fragte ich Labkraut. Der nickte eifrig.
„Fütter sie!“, riet er mir.
„Ernsthaft?“ Ich schüttelte den Kopf.
„Schau mal,“ erklärte Labkraut, „deine Schnecken wollen wie jedes andere Lebewesen auch einfach nur überleben. In deinen neuen Beeten, wo sie dir sogar die Tomaten abgefressen haben, gibt’s sonst kein Futter für sie. Tomatenpflanzen schmecken ihnen ja nicht mal, aber in der Not fressen sie sogar die.“
Da konnte was dran sein.
„Womit soll ich sie denn füttern?“, fragte ich den Labkraut.
„Säh Opferpflanzen. Lupinen zum Beispiel fressen sie liebend gern!“, antwortete der Kobold.
„Und dann lassen sie meine Gemüsepflanzen in Ruhe?“
„Einen Versuch wäre es wert, oder?“ Labkraut grinste schon wieder. „Und wenn nicht, kannst du sie ja immer noch zum Tee einladen.“






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