„Hast du gehört, worüber sich der Nachbar gerade beschwert hat?“, fragte mich Labkraut.
Ich wunderte mich. Nachbarschaftstratsch war so gar nicht die Art des kleinen Kobolds. Trotzdem fragte ich nach.
„Was hat er denn gesagt?“
Labkraut grinste. „Er hat sich gewundert, dass heuer gar keine Bienen unterwegs sind.“
Ich sah mich um. Rundherum summte es und verschiedene Bienenarten zogen von Blüte zu Blüte. Die Auswahl an Nahrung war reichlich: Gundermann, Löwenzahn, die Obstbäume und noch vieles mehr blühte gerade um die Wette.
Dann ließ ich meinen Blick zum Nachbargrundstück schweifen: Wo vor ein paar Tagen zumindest noch ein paar Primeln und Gänseblümchen geleuchtet hatten, war jetzt gar nichts mehr außer kurz geschorener Rasen.
„Ich glaube, er hat die Rasenmähsaison eröffnet,“ stellte ich fest.
„Ja,“ nickte Labkraut. „Hat er. Sollen wir ihm sagen, dass Besuch nur dann gerne kommt, wenn man ihm auch etwas anzubieten hat?“







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