Osterbrot selber backen – mein gelingsicheres Rezept

Ausgezeichnet mit dem
steirischen Renaturierungspreis 2024

Eier. Geselchtes. Kren. Und natürlich Brot. Die Grundzutaten für unsere traditionelle Osterjause. Ich verrate euch heute mein Rezept für das absolut beste Osterbrot: weich und flaumig, ein bisschen süß, die perfekte Unterlage für das herzhafte Osterfleisch.

Aber warum essen wir eigentlich zu Ostern „süßes“ Brot zum Fleisch?

Die Antwort finden wir irgendwo zwischen Geschichte, Symbolik und Magie. Früher war Weißbrot ein Luxus, den man sich nur zu besonderen Anlässen leistete. Nach der langen kirchlich diktierten Fastenzeit waren Eier, Butter und Milch die ersten richtig nahrhaften Lebensmittel, die wieder auf den Tisch kamen. Das süße Brot war damit ein Zeichen von Fülle und Neubeginn.

Wie viele Bräuche rund um Ostern hat auch das Osterbrot Wurzeln, die weit älter sind als das christliche Fest: Zu besonderen Festtagen gab es schon bei den Kelten besondere Brote, die nicht nur Nahrung waren, sondern auch eine spirituelle Bedeutung hatten. Sie waren ein essbares Ritual und wurden oft auch als Opfergabe für die Ahnen oder Naturgeister dargebracht.

Im christlichen Kontext wird die Osterjause geweiht, oft an Marterln oder Kreuzwegen, wo das ganze Dorf zusammenkommt. Auch dieser Brauch ist älter als das Christentum, denn wohl nicht ganz zufällig stehen Marterln und Wegkreuze an Orten, die lange vor der Christianisierung Europas schon spirituelle oder energetische Bedeutung hatten.

Geweiht oder ungeweiht (oder selbst geweiht – meine Lieblingsvariante) – die Osterjause ist einfach ein Highlight im Frühling. Und selbst gebacken schmeckt das Osterbrot gleich noch ein Stück besser.

Hier ist also mein Rezept für Osterbrot, das du ganz einfach nachbacken kannst.

Plan dafür ein bisschen Vorlaufzeit ein, denn das Rezept ist nicht kompliziert, braucht aber ein bisschen Zeit und Ruhe.

Natürlich gibts beim Osterbrot große regionale Unterschiede. Meine Variante ist die steirische, die ohne Rosinen oder Vanille auskommt und nicht ganz so „germteigig“ ist. In Kärnten zum Beispiel liebt man es noch süßer und isst zum Osterfleisch den Reindling, der mit Rosinen, Zucker und Zimt eher einer Mehlspeise ähnelt.

Inhalte zu Kräutern und deren Verwendung sind als Anregung gedacht und ersetzen keinesfalls einen Besuch beim Arzt. Verwende nur Kräuter, die du sicher bestimmen kannst. Für die Umsetzung der Rezepte übernimmst du selbst die Verantwortung.

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