„Hast du schon gesehen? Es regnet endlich!“
Labkraut strahlte über das ganze kleine Koboldgesicht. Ich freute mich mit ihm. Der Garten war schon so trocken gewesen, dass es staubte.
„Mein Padel spielender Freund wird wohl weniger begeistert sein,“ grinste ich. „Der kann Regen gar nicht brauchen und betet wahrscheinlich für Sonnenschein!“
Labkraut runzelte die Stirn.
„Ihr betet also für das Wetter?“, frage er verblüfft.
„Naja, beten wär zu viel gesagt,“ erklärte ich. „Aber irgendwie schon. Die einen wollen Regen, die anderen wollen Sonnenschein, jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von gutem Wetter.“
„Das ist interessant,“ meinte der kleine Kobold. „Jeder von euch zieht also in eine andere Richtung am Himmel? Und wer gewinnt?“
„In dem Fall hab heute wohl ich gewonnen, aber wahrscheinlich ist es dem Wetter einfach egal, was wir wollen,“ lachte ich.
„Oder,“ gab Labkraut zu bedenken, „ihr seid einfach zu viele mit zu widersprüchlichen Wünschen! Früher hat man das den Wetterzauberern überlassen, die wussten, was gebraucht wird.“
„Da könntest du auch recht haben,“ erwiderte ich. „Vielleicht sollten wir uns beim Wetterzaubern einfach einigen. Regen nur von 22 bis 6 Uhr oder so?“
Labkraut zerkugelte sich fast vor Lachen: „So, wie ich euch Menschen kenne, werdet ihr euch da doch nie einig! Also lasst das Wetter einfach machen, wie es will. Und dein Freund …“, zwinkerte Labkraut, „…der spielt in der Halle.“







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