„Weißt du,“ sinnierte Labkraut, „ihr Menschen baut eure Häuser ganz eng nebeneinander, ihr schlichtet eure Wohnungen wie Schuhkartons übereinander …“ Labkraut schüttelte sich. „Die Grundstücke zwischen euren Häusern lassen kaum Platz für einen einzelnen Baum, geschweige denn für einen ganzen Garten! Wovon wollt ihr leben?“
„Ach Labkraut,“ versuchte ich ihn zu beruhigen, „Es gibt genug Bauern, die Nahrungsmittel anbauen und im Supermarkt oder am Bauernmarkt kann man sie dann kaufen. Da gibt es alles, was du dir nur vorstellen kannst.“
Labkraut blickte mich zweifelnd an. „Und warum macht ihr das so?“, fragte er.
„Viele Menschen wollen gar keinen so großen Garten wie wir hier, weil der zu viel Arbeit macht. Die gehen dann in den Supermarkt und bekommen ihre Lebensmittel dort. Aber sie müssen natürlich dafür Geld bezahlen.“
„Und woher bekommen sie das?“, fragte Labkraut.
„Sie arbeiten für jemanden, der sie bezahlt,“ antwortete ich.
„Den ganzen Tag?“, fragte Labkraut.
„Meistens schon, ja,“ antwortete ich.
„Macht das Spaß?“, fragte Labkraut.
„Nicht immer. Aber Geld brauchen wir nun einmal alle.“ Verlegen zuckte ich mit den Schultern. Wie sollte ich dem Kobold nur unser Wirtschaftssystem erklären? Ich versuchte es und es wurde ein laaaanger Vortrag. Wenn er aufgehört hat zu lachen, melde ich mich wieder.






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