„Hast du eigentlich vor, irgendwann etwas zu ändern?“
Labkraut stand vor mir, die kleinen Arme vor der Brust verschränkt und sah ausgesprochen entschlossen aus.
„Wie meinst du das?“
„Na, so wie ich es sage! Ihr Menschen redet ständig darüber, dass etwas anders werden müsste. Zu viel Beton, zu wenig Natur, zu heiße Sommer, zu wenige Insekten. Dann mäht ihr den Rasen wieder auf drei Zentimeter herunter und schimpft über jedes Pflänzchen, das wächst, wo ihr es nicht geplant habt.“
„Jetzt übertreibst du aber.“
„Tue ich das?“ Labkraut stemmte die Hände in die Hüften. „Ihr wollt mehr Natur – aber bitte ordentlich. Mehr Vielfalt – aber bitte ohne Unordnung. Und einen lebendigen Garten – solange nichts lebt, das ihr nicht selbst ausgesucht habt.“
Ich musste zugeben, dass ich darauf keine besonders gute Antwort hatte.
„Weißt du was?“, sagte Labkraut schließlich. „Mir reicht’s.“
„Dir reicht was?“
„Das Gerede.“ Er sprang auf einen Stein und reckte einen Finger in die Höhe. „Wir brauchen eine Revolution!“
Ich sah den kleinen Kobold skeptisch an. „Eine Revolution? Wegen ein paar Gärten?“
„Genau deswegen!“ Er wedelte wild mit den Armen. „Jeder Garten ist ein Stück Welt. Und wenn genug Menschen anfangen, anders hinzuschauen, weniger zu kontrollieren und der Natur wieder mehr zuzutrauen, dann passiert vielleicht tatsächlich etwas.“
„Und was genau hast du jetzt vor?“
Labkraut grinste plötzlich.
„Ich? Gar nichts. Ich bin schließlich nur der Gartengeist.“
Er zeigte mit dem Finger auf mich.
„Du setzt das Ganze um.“
Ich stöhnte.
„Na bravo.“
„Keine Sorge“, sagte Labkraut und klopfte mir aufmunternd auf die Schulter. „Ich habe auch schon einen Namen.“
Er machte eine dramatische Pause.
„Die Garten(R)evolution!“
Und weil man einem kleinen Kobold, der auf einem Stein steht und eine Revolution ausruft, nur schwer widersprechen kann, blieb mir wohl nichts anderes übrig, als mitzumachen.
Die Revolution hat begonnen. Wenn du dabei sein willst, schau vorbei: www.gartenrevolution.at. Labkraut freut sich über Verstärkung!








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