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Geschichten vom Labkraut: Macht euch die Erde untertan
„Und,“ fragte Labkraut, „hast du schon die ersten Samen in die Erde gebracht?“ „Selbstverständlich,“ antwortete ich. „Chili, Kraut, Lauch und Salat keimen schon. Schließlich geht nichts über den Geschmack von selbst gezogenem Gemüse!“ „Oh, es ist noch viel mehr.“ Labkraut setzte seinen Schulmeister-Blick auf und ich wusste: jetzt kam eine Lektion. Ich stellte meine Ohren
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Geschichten vom Labkraut: Neujahrsvorsätze einmal anders
„Und,“ fragte Labkraut, „wie siehts aus mit deinen Neujahrsvorsätzen? Alle schon erledigt?“ Der kleine Kobold grinste, wohl wissend, dass meine Vorsätze sich meist schon in den ersten Jännerwochen in Luft auflösten. Doch mit meinem Schlausinn hatte er nicht gerechnet. „Das will ich doch hoffen!“, antwortete ich ernst. „Schließlich hab‘ ich mir dieses Jahr ganz besondere
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Geschichten vom Labkraut: Die Saat des Denkens
„Weißt du,“ begann Labkraut, „bald kommt der Winter.“ Ich zuckte mit den Schultern. Das war jetzt im November keine große Neuigkeit. Der kleine Kobold sah mich aus seinen klugen Augen aufmerksam an. „Ich meine ja nur. Hast du schon alle Samen für das nächste Jahr ausgebracht?“ Ich konnte dem Kobold nicht ganz folgen. „Samen bringe
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Geschichten vom Labkraut: Viel zu tun im Herbst
„Weißt du,“ meinte Labkraut, „es sieht aus, du wärst heute etwas gelangweilt.“ Das kleine Kerlchen sah mich prüfend an. Ich lag ohne eine Regung auf der Couch und genoss das Regenwetter. Die Couch stand nicht etwa im Wohnzimmer, sondern draußen auf der überdachten Terrasse. Den Regen konnte man so nicht nur hören, sondern auch riechen
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Geschichten vom Labkraut: Von Blumen und Beeten
„Weißt du,“ sinnierte Labkraut, „ihr Menschen seid wie dieses Blumenbeet.“ Ich genoss die letzte sommerliche Wärme im Liegestuhl und blickte über die herbstliche Farbenpracht. Eine Blüte schöner als die andere: Astern, Sonnenhut, Herbstanemonen. Der Kobold las wieder einmal meine Gedanken. „Du siehst die einzelnen Blumen,“ stellte er fest. „Ich sehe das ganze Beet.“ „Wie meinst
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Geschichten vom Labkraut: Gedankenschnelligkeit
„Weißt du,“ begann Labkraut, „ihr Menschen denkt so langsam.“ „He, das ist nicht nett,“ antwortete ich beleidigt. „Wie kommst du darauf?“ „Ihr neigt dazu, eure Gedanken in Worte fassen zu müssen. Und wenn ihr jemandem eure Gedanken mitteilen wollt, dann müsst ihr sie wieder in Worte fassen und hoffen, dass für euer Gegenüber die Worte,
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Geschichten vom Labkraut: Eine Frage des Geldes
„Weißt du,“ sinnierte Labkraut, „ihr Menschen baut eure Häuser ganz eng nebeneinander, ihr schlichtet eure Wohnungen wie Schuhkartons übereinander …“ Labkraut schüttelte sich. „Die Grundstücke zwischen euren Häusern lassen kaum Platz für einen einzelnen Baum, geschweige denn für einen ganzen Garten! Wovon wollt ihr leben?“ „Ach Labkraut,“ versuchte ich ihn zu beruhigen, „Es gibt genug
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Geschichten vom Labkraut: Der ganz normale Wahnsinn
„Weißt du,“ begann Labkraut, „ich versteh das nicht.“ „Was meinst du?“, fragte ich. „Was der da drüben macht,“ erklärte der Kobold. „Er geht hinter diesem stinkenden und lärmenden Ding her, Woche für Woche, immer auf und ab. Das macht mir Sorgen. Er muss irgendwie krank sein.“ Lachend antwortete ich: „Er mäht seinen Rasen. Das ist
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Geschichten vom Labkraut: Ein Teufelchen mit Durchfall
„Weißt du,“ erklärte Labkraut, „ihr Menschen habt da so einen Spruch: Der Deixl scheißt immer auf den gleichen Haufen.“ So treuherzig blickte er mich an, dass ich trotz meiner Tränen lachen musste. In letzter Zeit war einiges los gewesen. Doch die Vorstellung eines kleinen, dürren, roten Teufelchens, dass sich alle Mühe gab, noch eins draufzusetzen,
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Geschichten vom Labkraut: Die alleskönnende Wunderpflanze
„Weißt du,“ meldete sich Labkraut, „ich versteh dich nicht.“ Ich blickte fragend von meiner Tätigkeit auf. „Na, du hat gesagt, dass du dir einen Bodendecker wünschst, der in der Sonne wie im Schatten wachsen, schöne Blüten haben und sogar noch essbar sein soll,“ fuhr der Kobold fort. „Ja, und?“, fragte ich. Er blickte mich finster












