Die Zeigerpflanze Johannisbeere läutet den Hochsommer ein – was du jetzt im Garten tun kannst

Da – zwischen dem Grün der Büsche leuchtet es rot hervor! Die Zeigerpflanze Johannisbeere lockt mit ihren glänzenden roten Früchten. Kein Zweifel – der Hochsommer ist da!

Die Zeigerpflanze Johannisbeere oder Ribisel ist eine der wichtigsten Zeigerpflanzen im phänologischen Kalender. Während ihr Blattaustrieb den Erstfrühling verkündet, zeigt ihre Fruchtreife an, dass der Hochsommer begonnen hat. Es gibt nicht nur die bekannten roten Ribisel, sondern auch weiße Züchtungen sowie schwarze Ribisel mit etwas herberem Aroma. Allen gemeinsam ist, dass ihre Früchte in großen Trauben an den Sträuchern hängen und mit ihrer angenehmen Säure eine wilkommene Erfrischung in der Sommerhitze versprechen.

Gartenarbeiten im Hochsommer

  • Frühlingsblühende Stauden kannst du jetzt teilen und verpflanzen. Gut mit Wasser versorgen, damit sie in der sommerlichen Hitze nicht leiden!
  • Jetzt ist auch die Zeit, um neue Erdbeerbeete anzulegen.
  • Wenn du Frühsommerblüher jetzt zurückschneidest, darfst du dich in wenigen Wochen über neue Blüten freuen.
  • Die schöne Erntezeit hat begonnen: neben den Johannisbeeren sind auch Stachelbeeren, Himbeeren und Felsenbirnen reif.
  • Auch Kräuter kannst du jetzt ernten und trocknen, um ihr Aroma zu konservieren.
  • Herbstblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen kommen jetzt in die Erde.
  • Stauden wie Lupinen, Glockenblumen, Alant, Lerchensporn und Tränendes Herz kannst du jetzt aussäen.
  • Bei deinen Kübelplanzen solltest du auf gute Wasserversorgung achten. Gieße am frühen Morgen oder in den Abendstunden.

Mit der Fruchtreife der Ribisel beginnt der Hochsommer. Wenn die Beeren der Felsenbirne reif sind, geht laut phänologischem Kalender diese Jahreszeit zu Ende. Es folgt der Spätsommer, die sechste von zehn Jahreszeiten im phänologischen Kalender.

Phänologischer Kalender
Der phänologische Kalender ist immer präzise, denn er richtet sich nach den Gegebenheiten des jeweiligen Gartens. Du kannst ihn dir kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Die Zeigerpflanze Johannisbeere darf in keinem Garten fehlen

Sowohl rote als auch schwarze Ribisel sind robuste Sträucher, die je nach Sorte bis zu zwei Meter hoch werden können. Johannisbeersträucher wachsen im Halbschatten unter Bäumen genauso gut wie in voller Sonne und tolerieren sowohl eher trockene als auch eher feuchte Standorte. Sie passen also in nahezu jeden Garten und liefern im Hochsommer aromatische Früchte für Marmeladen, Saft oder als Kuchenbelag.

Zeigerpflanze Johannisbeere, hier eine schwarze Ribisel
Schwarze Ribisel schmecken intensiver als ihre roten Kollegen.

Die Sträucher können relativ alt werden, wenn man sie gut pflegt. Ältere Triebe tragen kaum noch Früchte und sollten daher im Frühling herausgeschnitten werden. Johannisbeeren verzeihen fast alles, sind aber als Flachwurzler etwas empfindlich, wenn es um Grabarbeiten im Wurzelbereich geht. Besser als zwischen den Sträuchern zu jäten ist es also, ihnen eine Mulchdecke aus Holzhackschnitzeln oder Rindenmulch zu spendieren. Ribisel lassen sich aber auch wunderbar mit kleinen Walderdbeeren oder Monatserdbeeren unterpflanzen.

Zeigerpflanze Ribisel und Erdbeeren
Ribisel sind Flachwurzler. Unterpflanze sie mit Erdbeeren, dann kannst du doppelt naschen!

Hochsommer ist die Zeit, in der Faulheit respektiert wird.

Sam keen

Ribisel in der Küche

Wer sich den Geschmack von Johannisbeeren so richtig auf der Zunge zergehen lassen will, verkocht sie am besten zu Marmelade. Mit jedem Glas, das man öffnet, beginnt der Sommer scheinbar von neuem!

Marmelade kochen ist ganz einfach: Gelierzucker und Früchte mischen, aufkochen und einige Minuten kochen lassen. Je nach bevorzugter Marmeladen-Konsistenz dann die Früchte durch ein Sieb streichen, mit dem Zauberstab pürieren oder nur leicht zerdrücken. Heiß in saubere Gläser abfüllen und verschließen – fertig!

Rote Ribiseln auf dem Küchentisch
Aus Ribiseln lassen sich in der Küche viele Köstlichkeiten zaubern.

Am meisten Arbeit macht das verlesen der Ribisel – so viel zum Thema Faulheit im Hochsommer. Aber das kann man sich ja durch die eine oder andere kleine „Kostprobe“ versüßen. 😉

Aus Ribiseln lässt sich jedoch noch mehr zaubern: im Dampfentsafter verarbeitet wird Saft daraus, man kann mit ihnen Essig aromatisieren oder sie in Alkohol einlegen – für einen Likör, den die ganze Welt beim Namen kennt!

Zeigerpflanze Johannisbeere vom Landsitz
Ribisel vertragen Holzhackschnitzel oder Rindenschnitzel als Mulch.

Wusstest du?

  • Der Cocktail Kir Royal besteht aus Champagner und Cassis – ein Likör aus schwarzen Johannisbeeren.
  • Weiße Ribisel sind eine Abwandlung der roten Sorte.
  • Schwarze Johannisbeeren sind näher mit Stachelbeeren als mit ihren roten Kollegen verwandt.
  • Eine Kreuzung aus Schwarzer Ribisel und Stachelbeere ist die Jostabeere.